FeedSchätze (Joh. Stephan)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Schätze (Joh. Stephan), Schriftsteller, geb. 1.Nov. 1771 zu Olvenstädt bei Magdeburg, studierte seit 1794 in Erlangen und Halle Theologie und schrieb den „Versuch einer Theorie des Reims o (Magdeb. 1802). Nachdem er einige Zeit Hauslehrer gewesen, ging er 1804 nach Dresden und von da nach Weimar, wo er Hofrat wurde und 19. März 1839 starb. In Weimar schrieb er das Lustspiel „Der Dichter und sein Vaterland, als Vorschlag zu einer Totenfeier für alle Dichter, die gestorben sind und noch sterben werden» (Lpz. 1807). Ein größeres Publikum verschafste er sich durch seine Erzählungen, deren er eine große Menge im «Taschenbuch der Liebe und Freundschafte, welches er 1814—41 redigierte, und in andern Sammlungen lieferte. Außerdem sind noch zu nennen: «Abenteuerliche Wanderungen von Weimar nach Karlsbad » (Lpz. 1810; 2. Aufl. 1825), „Der unsichtbare Prinzo (3 Bde., Lpz. 1812—13), (Das Land der Wundery (Hamb. 1812), „Humoristische Reise durch Mecklenburg, Holstein, Dänemark u. s. w.» (Hamb. 1812). Seine kleinern Aufsätze, zum Teil durch die Herausgabe des 4 Journal für Litteratur, Kunst, Luxus und Mode v veranlaßt, das er zuerst mit Peucer, dann allein herausgab, ließ er größtenteils in den «Gedanken und Einfällen über Leben und Kunsto (Lpz. 1810) und in den Muntern Unterhaltungeno (Lpz. 1829) wieder abdrucken. Seine «Gedichtes erschienen Lpz. 1810 und Berl. 1830. Nicht ohne Wert ist sein Versuch einer Theorie des Komischen (Lpz. 1898; neue Aufl. 1817). Einen Teil seines Lebens schilderte er in seiner KLebensgeschichtes (2 Bde., Neuhaldensleben 1834).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 530Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 7

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Literatur & Sprache 6