FeedMügge (Theod.)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Mügge (Theod.), namhafter Romanschriftsteller, geb. 8. Nov. 1806 in Berlin, war erst Kaufmann, dann Soldat, studierte hierauf zu Berlin Naturwissenschaften, Geschichte und Philosophie, wandte sich dann ausschließlich der Schriftstellerei zu, erfuhr aber dabei mehrfach polizeiliche und gerichtliche Verfolgungen, namentlich seit er in der Schrift „Die Censurverhältnisse in Preußend (Lpz. 1845) diese einer scharfen Kritik unterworfen hatte. Seine belletristische Thätigkeit begann mit »Bilder aus dem Leben (Berl. 1829). Seine Novellen erschienen in vier Sammlungen (zusammen 18 Bde.). Unter seinen zahlreichen Romanen sind hervorzuheben: Der Chevaliero (3 Bde., Lpz. 1835), Die Vendéerino» (3 Bde., Berl. 1837), «Toussainty (4 Bde., Stuttg. 1840), «König Jakobs letzte Tagey (Berl. 1850), „Der Vogt von Sylto (2 Bde., Berl. 1851), «Afraja (Frankf. 1854), „(Erich Randals (4 Bde., Berl. 1856), Leben und Lieben in Norwegeno (2 Bde., Berl. 1858) und „Der Prophety (3 Bde., Lpz. 1860; 2. Aufl. 1862); von seinen Reiseschriften sind zu nennen: «Skizzen aus dem Nordeno (2 Bde., Hannov. 1844), »Streifzüge in Schleswig-Holsteino (2 Bde., Frankf. 1846), „Die Schweizy (3 Bde., Hannov. 1847) und das „Nordische Bilderbuchv (Frankf. 1856; 3. Aufl. 1863). M. starb 18. Febr. 1861 zu Berlin. Im J. 1850 war er Mitbegründer der National-Zeitungo, deren Feuilleton er eine Zeit lang redigierte.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 907Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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