Schulze (Friedr. Aug.), als Romanschriftsteller unter dem Namen Friedrich Laun bekannt, geb. 1. Juni 1770 zu Dresden, bekleidete erst eine Stelle in der Kanzlei des Geheimen Finanzkollegiums daselbst und studierte 17971800 in Leipzig, worauf er nach Dresden zurückkehrte. Im folgenden Jahre erschien sein Roman «Der Mann auf Freiersfüßen (Freiberg 1801), der viel Beifall gewann. S. wurde 1807 Sekretär bei der Landes-Okonomie-Manufaktur⸗ und Kommerziendeputation, und 1820 erhielt er das Prädikat eines königl. Kommissionsrats. Er starb zu Dresden 4. Sept. 1849, nachdem er kurz vorher seine »Memoireno (3 Tle., Bunzlau 1837) veröffentlicht hatte. Außer vielen Erzählungen und Romanen gab er mit A. Apel das «Gespensterbuch » (4 Bde., Lpz. 1810—14), ferner 4Lustspieles (Dresd. 1807) und „Gedichten (Lpz. 1824; neue Aufl. 1828) heraus. Seine 4Gesammelten Schrifteno erschienen mit Prolog von L. Tieck (6 Bde., Stuttg. 1843). Ohne auf höhere Bedeutung Ansprüche machen zu können, gehört S. zu den bessern Belletristen, namentlich in der komischen und naiven Gattung.