Schulz (Friedr.), Romanschriftsteller, geb. zu Magdeburg 1762, studierte zu Halle, ging 1780 nach Dresden und widmete sich hier der Romanschriftstellerei. Später lebte er teils in Wien und Berlin, teils auf Reisen, am längsten zu Weimar. In dieser Zeit schrieb er die beiden Kinderromane Moritzy (Dessau u. Lpz. 1785 u. öfter) und 4Leopoldine Run. 1790 u. öfter), welche allgemeinen Beifall erhielten. Im J. 1789 ging er nach Paris. Die Frucht seines dortigen Aufenthalts war die «Geschichte der großen Revolution in Frankreiche (Berl. 1789; neue Aufl. 1790), welche man damals für das wahrhafteste Gemälde derselben erklärte, sowie ein Werk «Küber Paris und die Parisero (Berl. 1791). Von Paris kehrte er 1790 nach Berlin zurück, wo er einen Ruf als Professor der Geschichte am akademischen Gymnasium zu Mitau erhielt. Hier wurde er Abgeordneter des Bürgerstandes beim Reichstage zu Warschau 1791, wo er eine hervorragende Rolle spielte. In seiner «Reise eines Livländers durch Polen (Berl. 1797) legte er die hier gemachten Beobachtungen nieder. Im J. 1793 unternahm er eine Reise nach Italien, von wo er kränkelnd 1794 zurückkehrte. In Mitau verfiel er in Wahnsinn und starb daselbst im Nov. 1798.