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GeschichteBrockhaus 1882

Schwarza, Flüßchen im Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt, Oberherrschaft, entspringt im Thüringerwalde, östlich vom Fabrikort Scheibe, 7¹⁷½m 9965 nördlich vom Rennsteig, nimmt rechts bei Unterweisbach die Lichte, links bei Blankenburg die Rinne, außerdem noch 55 Bäche auf und mündet bei dem Flecken Schwarza (s. d.) links in die Saale. Die S. hat auf ihrem 45 km langen Laufe 357 m Fall, birgt vortreffliche Forellen und führt goldhaltigen Sand, für den früher von dem Flecken chwarza aufwärts bis Blankenburg Goldwaschanstalten bestanden, die aber wegen des gar zu spärlichen Ertrags immer wieder eingingen. Das Schwarzathal ist eins der schönsten in ganz Thüringen. Die namentlich romantische Partie ist die Strecke von Blankenburg aufwärts bis zum Dorf und Schloß Schwarzburg (f. d.. In vielen Krümmungen zieht es sich 10 km lang eng zwischen hohen Schieferfelsen hin, während der Fluß über mächtige Steinblöcke rauscht, wie über das Steinerne Wehr, welches ihn ganz durchsetzt. Eine gute Kunststraße führt durch das Thal. Schwarza an der Saale, Marktflecken im Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt, Landratsamt Rudolstadt, an der Mündung der Schwarza in die Saale, Station der Linie Großheringen-Saalfeld der Saaleeisenbahn, welche hier nach Blankenburg abzweigt, zählt (1885) 942 E. und hat Gemüsebau, Sägemühlen, Gerbereien, eine Cigarrenfabrik und Holzhandel. Beim Bahnhof liegt der Aussichtspunkt Schwedenschanze. S. ist der gewöhnliche Ausgangspunkt für Besucher des Schwarzathals.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 546Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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