FeedSchwefel
NaturlehreBrockhaus 1882

Schwefel un or. a) Halbchlorschwefel S2 Cla entsteht, wenn Chlorgas bei gewöhnlicher Temperatur über ou20 geleitet wird. Dunkelgelbe Flüssigkeit von 1, spezifischem Gewicht, siedet bei 1387. b) Zweifach Chlorschwefel 801. entsteht, wenn Halbchlorschwefel bei gewöhnlicher Temperatur mit Chlor gesättigt wird. Braunrotes Ol, sehr leicht zersetzbar. c) Vierfach Chlorschwefel 8014 entsteht, wenn eins der vorigen bei — 22· mit Chlor gesättigt wird. Gelbbraune Flüssigkeit, die sich schon unter dem Gefrierpunkt in Chlor und zweifach Chlorschwefel zersetzt. Außer diesen existieren noch verschiedene Oxychloride des Schwefels, von denen nur eins erwähnt sein mag, da es technische Bedeutung erlangt hat. Es ist die Chlorsulfonsäure, Schwefelsäuremonochlorhydrin 80, CI(OH), wird erhalten, indem trockenes Salzsäuregas von krystallisierter Schwefelsäure absorbiert wird. Wasserhelle, bei 150 siedende Flüssigkeit, die in der Fabrikation des Alizarins Verwendung findet. 5) Schwefel und Brom. Es ist nur eine Verbindung, der zweifach Bromschwefel 8Bro, bekannt. Rotbraune Flüssigkeit, welche bei 210 C. siedet. 6) Schwefel und Jod. Halbiodschwefel 8-I und sechsfach Jodschwefel 8IE. Vgl. auch Jodchwefel. 7) Schwefel und Cyan, s. Rhodan. 8) H. — efel und Arsen, s. Arsen. 9) Schwefel und Antimon, s. Antimon. 10) Schwefel und Metalle. S. vereint sich mit allen Metallen zu Verbindungen, die im allgemeinen den Oxyden entsprechen. Ebenso wie es verschiedene Orydationsstufen gibt, so existieren auch verschiedene Schwefelungsstufen, die man als Sulfüre und Sulfide oder als Sulfurete bezeichnet. Soweit dieselben von allgemeinerm Interesse sind, sind dieselben bei den einzelnen Metallen erwähnt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 578Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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