FeedScirrhus (grch.)
PflanzenreichBrockhaus 1882

Scirrhus (grch.), Verhärtung, krebsartige Geschwulst, bösartige Neubildung; scirrhös, verhärtet, geschwollen. Scitaminéen (Seitaminéae) oder Gewürzlilien, Pflanzenfamilie aus der Gruppe der Monokotyledonen. Man kennt gegen 450 Arten, die größtenteils in den Tropengegenden vorkommen, hier aber eine weite Verbreitung besitzen. Es sind trautartige Gewächse, zum Teil von bedeutender Größe, meist mit cylindrischem oder knollenartigem Rhizom. Die großen unzerteilten breiten Blätter aben Scheiden, welche den Stengel meist ganz umüllen oder selbst ein eylindrisches stengelartiges Gebilde darstellen. Die Blüten sind zwitterig und unregelmäßig gebaut; sie bestehen aus einem Perianthium, von dem die drei äußern Blätter als Kelch, die drei innern als Blumenkrone ausgebildet sind, ferner haben bei den meisten der hierher gehörigen Gattungen die Mehrzahl der Staubgefäße eine Umbildung in Kronblätter erfahren und gewöhnlich ist nur ein normales Staubgefäß vorhanden. Der unterständige Fruchtknoten ist dreifächerig und trägt auf seinem Scheitel einen unzerteilten Griffel, der in einigen Fällen mit dem einzigen vorhandenen Staubgefäße seitlich verwachsen ist. Die Frucht ist meist dreifächerig und mit fleischigem Perikarpium versehen. Zu den S. gehören zahlreiche wichtige Industrie⸗, Arznei⸗ und Gewürzpflanzen, wie der Ingwer, Curcuma, die Banane u. a. Die Familien der Zingiberaceen, Musaceen und Marantaceen, die früher besonders aufgezählt wurden, rechnet man jetzt meist zu den S.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 623Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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