Sechsundsechzig, Kartenspiel zwischen zwei Personen, von denen jede sechs Blätter erhält; der Rest wird verdeckt auf den Tisch gelegt, bis auf eine Karte, welche Trumpf bildet. Nach jedem Stich nehmen die Spielenden eine neue Karte, bis diese zu Ende sind; doch kann auch vorher agedeckt werden, d. h. derjenige, welcher aus seiner Karte die Wahrscheinlichkeit des Gewinnens berechnen kann, hat das Recht, durch Umlegen der Trumpfkarte das Weiternehmen zu sistieren. Die Stiche werden nach dem Werte der Figuren gezählt; wer zuerst 66 hat, ist der Gewinner. König und Dame (Ober) in einer Hand (Mariage) zählen beim Ausspielen 20, im Trumpf 40.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 632Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei