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ReligionBrockhaus 1882

Seceders nennen die Anhänger der schott. Staatskirche die von der letztern «abgesondertes Kirchengemeinschaft der Vereinigten presbyterianischen Kirchedo. Mehrere presbyterianische Prediger, an ihrer Spitze Erskine, unzufrieden mit der 1712 erfolgten Wiederherstellung der Patronatsrechte, trennten sich seit 1733 förmlich von der Staatskirche und bildeten eine eigene Kirchenpartei, die sich bald durch den Hinzutritt vieler Gemeinden verstärkte. Rücksichtlich des Lehrbegriffs blieben die S. ganz der Presbyterialkirche treu, dagegen bildeten sie eine völlig demokratische Verfassung aus. Ihre Prediger werden von allen Gliedern der Gemeinde gewählt; dieselben stehen unter keiner Oberbehörde und regieren sich auf ihren Synoden selbst. Wegen des vor Mitgliedern der En enden Kirche zu leistenden Bürgereides zerfielen die S. bereits 1747 in Burghers, unter Erskine (gest. 1755), die ihn leisteten, und in die minder zahlreichen Antiburghers, unter Gibb (gest. 1788), die ihn nicht leisteten. Letztere verstanden sich jedoch später zu einem Eide der Treue und des Gehorsams in rein bürgerlichen Dingen. Im V. 1820 vereinigten sich beide Parteien wieder. Verwandte Motive riefen seit 1843 eine ähnliche Bewegung hervor, welche zur Stiftung der schott. Freikirche Freée church of Scotland) führte.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 632Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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