Seelenblindheit nennt man einen durch Zerstörung gewisser Gehirnpartien hervorgerufenen Zustand, bei welchem der Patient die Gesichtsvorstellungen, d. h. die Erinnerungsbilder der frühern Gesichtswahrnehmungen verloren hat, sodaß er das, was er sieht, nicht kennt und erkennt.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 648Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei