Seitz (Anton), Genremaler, geb. zu Roth am Sand bei Nürnberg, 23. Jan. 1829, als Sohn eines Kaufmanns, besuchte die Kunstschule daselbst und begab sich dann zu dem Maler Gisbert Flüggen nach München. Er begann seit 1860 auf Ausstellungen mit seinen Werken hervorzutreten, erzielte besondere Erfolge aber erst seit 1863, wo er anfing, eine feine Klein⸗ und Detailmalerei zu kultivieren. Hierin zählt heute S. zu den vollendetsten Technikern und geschmackvollsten Arrangeuren. Er malt meist Intérieurs, besonders gern im Stilcharakter vergangener Zeiten, mit sorgfältiger Behandlung des Kostüms und in einem warmen, oft von Helldunkel beherrschten Kolorit. S. ist Professor und Ehrenmitglied der münchener Akademie.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 675Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei