FeedSelig.
ReligionBrockhaus 1882

Selig., bei naturwissenschaftlichen Namen Abkürzung für Seliger, gest. 1812 als Pfarrer zu Wölfelsdorf in der Grafschaft Glatz (Bryolog). Seligenstadt in Hessen, Stadt in der hess. Provinz Starkenburg, Kreis Offenbach, links am Main, Station der Linie Hanau-Eberbach der Hessischen Ludwigsbahn, Sitz eines Amtsgerichts, zählt (1885) 3741 meist kath. E. und hat ein Progymnasium, Braunkohlenlager, Torfgruben, Stärkemehl⸗, Sago⸗ und Cigarrenfabriken, Bunt⸗ und Perlenstickerei, sowie Handel mit Vieh und Mehl. Die modernisierte kath. Pfarrkirche gehört in den wesentlichen Teilen des Mittelschiffs noch der Karolingerzeit an. Von einer Kaiserpfalz (Palatium) sind noch Ruinen vorhanden. Die erst 1802 säkularisierte Benediktinerabtei wurde bald nach 825 von Einhard, dem Biographen Karls d. Gr., gestiftet. Der Ort, ursprünglich Mulinheim (Mühlheim) genannt, gehörte von 1063 bis 1802 zu Kurmainz. Ein unter dem Vorsitz des Erzbischofs Aribo von Mainz 1022 hier tagendes Provinzialkonzil faßte am 13. Aug. mehrere Beschlüsse hinsichtlich der Disciplin.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 682Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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