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HeilkundeBrockhaus 1882

Serum heißen im allgemeinen alle die Körperflüssigkeiten, in welchen feste Teilchen, wie im Blute (. d.) die Blutkörperchen, aufgeschwemmt sind, so im Eiter (Eiterserum), in der ymphe(Lymphserum). Das Blutserum tritt im lebenden Körper fortwährend durch die Haargefäßwände und durchtränkt die Gewebe mit seröser Flüssigkeit, die sich unter krankhaften Verhältnissen in großen Mengen ansammeln kann, während sie bei gesunden durch die Lymphgefäße ihren Abfluß findet. Man spricht daher von seröser Wassersucht, serösen Karfunkeln u. dgl., im Gegensatz zu Ansammlungen von eiterigen und blutigen Flüssigkeiten. Auch die Körperhöhlen (Bauch- und Brusthöhle, Herzbeutel, Gehirnhöhlen) enthalten bei Gesunden etwas S., weshalb man die diese Höhlen auskleidenden glatten Häute seröse Häute (Membranae serosae) nennt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 729Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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