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HimmelskundeBrockhaus 1882

Sieben, eine im hohen Altertum bei den Agyptern, Hebräern und Griechen heilige Zahl, galt als dem sie die drei und vier, als zwei in ihrer Art vollkommene Zahlen (im Raum anschaubar als Triangel und Quadrat) in sich vereinigt. Die Siebenzahl der musikalischen Töne innerhalb der Oktava war das stehende Schema, an welches einerseits die Siebenzahl der Himmelskörper (Mond, Merkur, Venus, Sonne, Mars, Jupiter, Saturn), andererseits die der Wochentage (nebst den mosaischen Schöpfungstagen) angeknüpft wurde. Nach Herders Vermutung (in seiner Schrift über die älteste Urkunde des Menschengeschlechts) war das ägypt.⸗mosaische Zeichen für die Siebenzahl der Mittelpunkt im Sechseck, die sog. hermetische Figur. Die Römer nahmen schon vor der christl. Zeit die Siebenzahl der Wochentage von den Agyptern an.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 789Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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