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HimmelskundeBrockhaus 1882

Sinus eines Kreisbogens oder des öri Mittelpunktwinkels Want man in 61 Malhe matik die Hälfte der Sehne des doppelten Bogens oder Winkels oder, was dasselbe ist, die auf den Diameter des Anfangs des Bogens aus dem Ende des Bogens gefällte Senkrechte. Gewöhnlich drückt man dieselbe in Bruchteilen des Halbmessers aus oder gibt den Quotienten des (linearen) S. durch den Halbmesser an, sodaß der (numerische) S. als unbekannte Zahl und zwar als echter Bruch ercheint. Der S., den zuerst arab. Astronomen im führten,) oder noch früher statt der Sehne einührten, ist die wichtigste Linie der Trigonometrie, sowie der wichtigste Satz derselben derjenige Lehrsatz ist, den man auch wohl den Sinussatz nennt: Die Seiten eines ebenen Dreiecks verhalten sich wie die S. der ihnen gegenüberliegenden Winkel. Ihm entspricht in der sphärischen Trigonometrie der Satz: Die S. der Seiten eines sphärischen Dreiecks verhalten sich wie die S. der gegenüberliegenden Winkel. Die trigonometrischen Tafeln enthalten die S. der Winkel von 0 bis 906, gewöhnlich ihre gemeinen Logarithmen. Der S. der Ergänzung eines Bogens zu 90 heißt der Cosinus (s. d.) desselben. 8S. versus heißt der Unterschied zwischen dem Halbmesser und dem Cosinus. Durch Newton wurde der S. eines Winkels als eine der einfachsten transscendenten Funktionen erkannt und durch eine Potenzreihe des Arcus dargestellt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 844Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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