Soliman I., der älteste Sohn des von Timur bei Angora 1401 geschlagenen und bald darauf in der Gefangenschaft verstorbenen türk. Sultans Bajazet Jilderim, bemächtigte sich nach dem Untergange seines Vaters des rumelischen Pfortengebiets mit der Hauptstadt Adrianopel, während seine Brüder Mohammed und Issa in Kleinasien nach dem Abzuge der Mongolen die Osmanenherrschaft wiederherstellten. Um das Reich seines Vaters wieder zu vereinigen, ging S. später nach Kleinasien und operierte nicht ohne Geschick, bis ein Aufstand des jüngsten der Brüder, Müsa Tschelebi, in Rumelien ihn über den Hellespont zurückrief. Als Säufer von seinen Anhängern verlassen, wurde er 1411 ermordet. Die türk. Reichshisoriographie nennt ihn nur Emir Suleiman und erkennt ihn nicht als Sultan an.