Sommerfeld, Stadt im Kreise Krossen des preuß. Regierungsbezirks Frankfurt a. O., an der Lubis, Station der Linien Berlin-Breslau und S.⸗Liegnitz der Preußischen Staatsbahnen, besteht aus der Stadt und zwei Vorstädten (Schönfeld und Hinkau), ist Sitz eines Amtsgerichts und einer Reichsbanknebenstelle und zählt (1885) 11364 C., welche sehr bedeutende Tuchfabriken, zwei Maschinenbauanstalten mit Eisengießerei, fünf Dampfmühlen, vier Dampffärbereien und fünf Ziegelfabriken unterhalten. S. wurde um 1240 vom Markgrafen Heinrich dem Erlauchten zur Stadt erhoben, kam im Frieden zu Kamenz (16. Sept. 1482) an Brandenburg, stand aber bis zur Eroberung Schlesiens durch Friedrich II. unter böhm. Oberlehnsherrschaft.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 921Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei