FeedSpangenberg
ErdkundeBrockhaus 1882

Spangenberg, Stadt im preuß. Regierungsbezirk Kassel, Kreis Melsungen, in rauher Berggegend, auf einem Hügel rechts über der Pfiefe, welche rechts zur Fulda geht, Station der Linie Treysa-Leinefelde der Preußischen Staatsbahnen, ist Sitz eines Amtsgerichts, zählt (1880) 1804 E. und hat Kunsttischlerei, Leinweberei und viele 444 macher. Ein ehemaliges Karmeliterkloster dient als Gefängnis. Die nordwestlich sich über der Stadt erhebende md Graben Spangenberg (392 m), von Mauern und Graben umgeben, hat einen 111 m tiefen, in Felsen gehauenen Brunnen und war zur 549. Zeit Staatsgefängnis. pangenberg (Aug. Gottlieb), Bischof der Brüdergemeine zu Barby, geb. zu Klettenberg in der Grafschaft Hohenstein 15. Juli 1704, studierte zu Jena Theologie und wurde 1732 Adjiunkt der theol. Fakultät zu Halle und Inspektor des Waisenhauses. Nachher wendete er sich der Brüdergemeine zu, machte mehrere Reisen in Europa und Amerika, wurde 1744 Bischof und starb 18. Sept. 1792 zu Berthelsdorf. Er schrieb: „Leben Zinzendorfs v (2 Bde., Barby 1772), Begriff der christl. Lehre in der Brüdergemeiner (Barby 1779). Vgl. Ledderhose, Das Leben S.so (Lpz. 1846).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 4Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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