FeedSpencemetall
NaturlehreBrockhaus 1882

Spencemetall, eine metallähnliche, durch Zusammenschmelzen erhaltene Mischung von Schwefeleisen, Schwefelzink, Schwefelblei und Schwefel. Das S. ist von grauer Farbe, sehr zähe, einigermaßen elastisch und besitzt nur geringes Wärmeleitungsvermögen, sowie große Widerstandsfähigkeit Altalten Einwirkungen der Luft, des Wassers, der Alkalien und der Säuren. Es schmilzt schon bei 111—170C. und dehnt sich beim Erkalten etwas aus, weshalb es sehr scharfe Abgüsse liefert. Deshalb und weil es nach dem Guß keiner Politur bedarf und sich leicht mit einer schönen Patina überzieht, findet es in der Gießerei häufige Verwendung. Man benutzt es besonders zu Abgüssen von Kunstgegenständen, als Dichtungsmittel für Gas- und Wasserleitungen, zu Clichés, als Unterlage für galvanoplastische Abdrücke, als luftdichten Verschluß für Flaschen und Einmachbüchsen, zu Zeugdruckwalzen, Zapfenlagern, Gußformen u. s. w.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 64Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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