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Sport & SpielBrockhaus 1882

Spiel nennt man die freie Beschäftigung des Geistes oder des Körpers ohne ernsten Zweck. Der Zweck des S. ist vielmehr Erholung, Wechsel der Eindrücke und angenehme Unterhaltung. Körperliche S. finden besonders in der Kindheit und Jugend statt und tragen wesentlich zur Ausbildung des Körpers und zur Befestigung der Gesundheit bei, daher läßt sich die Turnkunst deren Pflege angelegen sein. Hierher gehören die Ball „Kugel⸗, Hasche⸗, Ringspiele u. s. w. S., bei denen vorzugsweise der Geist in Anspruch genommen wird, wie die sog. Verstandesspiele, vornehmlich das Schachspiel, bilden manche Fähigkeit desselben, wie die Beobachtungsgabe, den Scharfsinn, die Aufmerksamkeit und Erfindungsgabe, aus, unterhalten durch den leichten Kampf des Geistes mit dem Zufall und belohnen im Fall des Gewinnens den Ehrtrieb. Dasselbe gilt von den S., welche Ver-Kartenspiele, L'Hombre, Tarok, Piquet, manche Würfelspiele, z. B. Toccategli. Schädlich wirken auf Gemüt wie Körper die Hazardspiele, deren einziger Zweck der Gewinn durch Zufall ist. Die beste Ind Stheluncd ist Guts Muths'«Spiele zur ÜUbung und Erholung des Körpers und Geistes (7. Aufl. von Schettler, Hof 1885).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 76Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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