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HimmelskundeBrockhaus 1882

Sternkarten dienen zur Erleichterung des Studiums der Astronomie. Der älteste Atlas, welcher Erwähnung verdient, ist der von Joh. Bayer, welcher unter dem Titel Uranometria 1603 zu Augsburg in 51 Blättern erschien und zuerst die Bezeichnung der hellsten Sterne durch griech. und lat. Buchstaben enthielt; ihm ist ein Katalog von 1706 Sternen beigegeben. Im J. 1627 erschien Schillers Atlas in 55 Blättern, in welchem an die Stelle der alten Sternbilder die Apostel, Propheten und Heiligen gesetzt waren. Hevelius lieferte 1690 einen Himmelsatlas von 54 Blättern (Eirmamentum Sobiescianumo), in welchem 1900 Sterne großenteils nach eigenen Beobachtungen eingetragen waren; er übertraf alle frühern durch Schönheit der Ausführung und Genauigkeit. Der große Flamsteedsche Sternatlas (28 Blätter, Lond. 1729; kleinere Ausg. von Fortin, Par. 1776; neu vermehrte Aufl., Par. 1795) enthielt 2919 von Flamsteed zu Greenwich beobachtete Sterne, in 56 Sternbilder l verteilt. Bode in Berlin lieferte 1782 eine verbes-d serte Ausgabe dieses Atlas in 34 Blättern Ouerfolio) und 1801 die Karten seiner «Uraniographie20 Blätter). Noch viel vollständiger ist Hardings

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 220Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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