Sternkataloge, d. h. Verzeichnisse von Firsternen mit Angabe ihres Ortes am Himmel, sind älter als Sternkarten (s. d.). Den ältesten entwarf Hipparch um 150 v. Chr.; er enthält 1022 Sterne und ist in dem „Almagesto des Ptolemäus enthalten. Der arab. Astronom Albategnus reduzierte ihn auf seine Zeit (880 n. Chr.). Später fertigten Ulugh-Beigh, Tycho de Brahe, Landgraf Wilhelm von Hessen-Kassel und Hevelius aus eigenen Beobachtungen solche Verzeichnisse an. Einen noch vollständigern Katalog lieferte Flamsteed nach 33jährigen Beobachtungen; derselbe enthält 3000 Sterne und wurde zuerst von Halley 1712, zum zweiten mal sehr verbessert und vermehrt 1725 herausgegeben. Tob. Mayer lieferte einen Katalog von 998 Sternen des Tierkreises. Piazzi fertigte für das J. 1800 ein Verzeichnis von 6748 Sternen (1803); später vermehrte er es auf 7646 Sterne (1814). Bessel und neuerdings Auwers reduzierten die Bradleyschen Beobachtungen, und diese Fundamenta astronomiaer enthalten einen Katalog von 3222 vorzüglichen Sternpositionen. Jetzt haben fast alle Sternwarten Kataloge herausgegeben. Die meisten Sternpositionen enthalten: Lalandes Mistoire cëlesteo, von Baily reduziert, mit 47390 Sternen; Bessels „Zoneno, von Weiße auf 1825 reduziert, haben 75011 Sternörter; Argelanders Nördl. und südl. Zoneno haben 49675 Sterne; die Kataloge von Grant, Rümker, Stone, Taylor, Yarnall u. a. ent-Eaen auch viele tausend Sterne. In den Kataogen zu Argelanders Sternkarten sind über 324000, aber nur genäherte, Sternpositionen.