Stockente, soviel wie Wildente (s. unter Ente). Abbildung von Ente und Erpel Tafel: Schwimm2—840 II, Fig. 7. töcker (Christian Adolf), preuß. Hofprediger, bekannt durch seine agitatorische Thätigkeit, geb. 11. Dez. 1835 zu Halberstadt, studierte in Halle und Berlin Theologie und Philologie und wurde nach längern Reisen 1863 Pfarrer in Seggerda bei Halberstadt, 1866 in Hamersleben. Im J. 1871 wurde er Divisionsprediger in Metz, wo er auch eine höhere Töchterschule leitete; seit 1874 ist S. Hof⸗ und Domprediger in Berlin. Hier gründete er 1878 die Christlich-soziale Partei (s. d.) und machte sich auch als ein Hauptführer der Antisemiten bekannt. Seit 1879 ist S. Vertreter des Wahlkreises Bielefeld-Herford-Halle im preuß. Abeordnetenhause, seit 1881 Mitglied des Reichstags für den Wahlkreis Arnsberg. Stockerau, Marktflecken und Sitz eines Bezirksbergin in der Bezirkshauptmannschaft Korneuurg in Niederösterreich, an einem Arm der Donau gelegen, Station der Linie Wien-Tetschen der Osterreichischen Nordwestbahn, hat eine Pfarrkirche, St. Stephan, mit hohem, zierlichem Turm, das große Gebäude der kaiserl. militärischen Montourhauptkommission, ein Landes-Realgymnasium mit einer gewerblichen Fortbildungsschule, ein Bürgerhospital, ein Armen⸗ und Krankenhaus und zählt 6555 E., deren Hauptbeschäftigungen Feldbau, städtisches Gewerbe, mehrere Fabriken und Handel bilden; letztern fördern namentlich die großen und sehr besuchten Getreidemärkte. Habicht.