Gregor II., der nn Rön Papst vom 19. Mai 715 bis 10. Febr. 731, ein Römer mit Namen Serdemi Benediktinermönch, war mit Eifer und Erfolg emüht, den röm. Supremat zu befestigen. Den bilderfeindlichen Verordnungen des griech. Kaisers Leo des Isauriers trat G. entschieden entgegen und that den kaiserl. Patriarchen von aahmdeidnie Anastasius, in den Bann. Den Longobardenkönig Liutprand vermochte G. durch eine persönliche Unterredung zur Umkehr. Zugleich wandte er sich um Schutz an die Franken und bereitete dadurch die spätere Verbindung des Fränkischen Reichs mit dem päpstl. Stuhle vor. Durch Bonifacius fesselte G. auch die deutsche Kirche an Rom. Selbst Irland nahm die röm. Zeit der Osterfeier und andere Gebräuche an. G. stellte das von den Longobarden zerstörte Kloster Monte-Casino wieder her, verschärfte die kirchliche Zucht und veranlaßte die Zusammenstellung des „Liber diurnus pontificum Romanorumo, eines der ältesten Formel⸗ und Ceremonienbücher der röm. Kirche.