Storax ist der Name eines wohlriechenden Harzes, welches von verschiedenen exotischen Bäumen abstammt. Der gemeine Storax oder Körnerstorax (Styrax in granis, Styrax albus) wurde früher von dem Storaxbaume (Styrax officinalis L.), der im Orient und südl. Europa wächst, gewonnen. Dieser S. besteht aus weichen, zusammengeklebten, durchscheinenden Körnern von vanilleartigem Geruch und bittersüßem Geschmack. Eine andere Sorte ist der Mandelstorax (Styrax amygdaloides oder in massis), eine puddingartige, braune, glänzende, viele helle Körner einschließende Masse. Alle diese Sorten kommen bloß aus dem Orient, besonders aus Syrien, Rhodus und Cypern. Die jetzt in den Handel kommenden Storarxsorten stammen nicht von Styrax officinalis, sondern von dem gleichfalls im Orient wachsenden Liquidambar orientale Mell. (S. Liquidambar.) Der S. wird als ein reizendes Heilmittel gebraucht. Früher wandte man ihn auch innerlich an, jetzt wird er aber fast nur noch äußerlich in Pflaster⸗ und Salbenform und besonders zu Räucherungen benutzt. Flüssiger Storax (Styrax liquidus, Ambra liquida) heißt ein Balsam, welcher von dem amerikanischen Amberbaum (Liquidambar styraciflua L.), wahrscheinlich durch eine Art trockener Destillation der zerschnittenen Zweige, gewonnen wird. Er ist dick und zähe, aschgrau ins Rötliche oder bräunlich, manchmal fast schwarz, riecht stark storaxartig, schmeckt gewürzhaft und bitterlich und wird zu Räucherkerzen und andern Parfumerieartikeln verwendet. In Europa dürfte er wol kaum unverfälscht zu erhalten sein. Der echte S. besteht wesentlich aus einem flüssigen Kohlenwasserstoff, dem Styrol (Phenyläthylen), aus Styracin Eimtsaurem Zimtäther) und Zimtsäure.