Strahlende Materie. William Crookes beobachtete (1879) einige auffallende, von Hittorf schon früher (1869) studierte Lichterscheinungen bei der elektrischen Entladung in den außerordentlich luftverdünnten Räumen Geißlerscher Röhren (s. d.). Um diese eigentümlichen elektrischen Glimmlichter zu erklären, nahm Crookes an, daß hochgradig verdünnte Gase in einen strahlenden Zustand übergehen, welchen er nach Faraday (1819) als die vierte Form der Aggregation bezeichnete. Die Gase in diesem Zustand benannte er als astrahlende Materiedo. So viel Beifall auch Crookes' schöne Variationen jener Hittorfschen Versuche über elektrische Lichterscheinungen in höchst verdünnten Räumen fanden, so konnte sich doch seine Hypothese von der Existenz einer strahlenden Materie gegenüber den n. . von Puluj, Gintl u. a. m. nicht behaupten. Vgl. Crookes, «Strahlende Materiev (deutsch von Gretschel, Lpz. 1879; 2. Aufl. 1882), ferner über strahlende Materie von Puluj (Wien 1880 u. 1883), sowie von Gintl (Prag 1880).