Strasburger (Eduard), namhafter deutscher Botaniker, geb. 1. Febr. 1844 zu Warschau, besuchte 1864—67 die Universitäten Bonn und Jena, auf welch letzterer er 1867 promovierte, um bald darauf nach Warschau zurückzukehren, wo er sich an der dortigen Universität für Botanik habilitierte. Schon 1869 erhielt er einen Ruf als außerord. Professor nach Jena und 1873 an derselben Universität die ord. Professur für Botanik. Von hier wurde er 1880 in der gleichen Stellung nach Bonn berufen. Die meisten seiner Arbeiten behandeln die Erscheinungen, welche sich bei und nach der Befruchtung in den weiblichen Organen der haneroamen abspielen, und in Zusammenhang damit die eilungen der Zellkerne. Von seinen zahlreichen Schriften sind zu nennen: 4 Entwickelungsgeschichte der Spaltöffnungen⸗ (in Pringsheims Jahrbüchern für wissenschaftliche Botanikv, Bd. 5, Lpz. 1867), Die Coniferen und Gnetaceen⸗(Jena 1872), Die Angiospermen und die Gymnospermen »(Jena 1879), 4Zellbildung und Zellteilung (2. Aufl., Jena 1876), Befruchtung und Zellteilung» (Jena 1878), alber Bau und Wachstum der Zellhäute Jena 1882), «liber Befruchtungsvorgang bei den Phanerogamen u. s. w.»(Jena 1884), „Das botan. raktikum (Jena 1884). Auch veröffentlichte S. viele kleinere Arbeiten in Fachzeitschriften.