Ehrgeiz ist der heftige Trieb nach der öffentlichen Anerkennung unsers persönlichen Werts. Dieser Trieb fällt in seiner gesunden und natürlichen Gestalt als Ehrgefühl und Ehrliebe zusammen mit dem Triebe nach dem Guten selbst. Denn die natürliche Folge des Guten ist an Anerkennung, und daher schließt ein Mangel am Bewußtsein dessen, was man seiner Ehre schuldig ist, den Tadel moralischer Schwäche oder Trägheit in sich. Das Krankhafte, welches dem E. als Leidenschaft beigemischt ist, fängt erst da an, wo einem Menschen mehr an jener Anerkennung gelegen ist als am Guten selbst, wo er also bereit ist, das Gute zu unterlassen, sobald diese Anerkennung nicht dadurch zu verdienen ist, oder auch sich dieselbe wohl auf unlautern Wegen, wie durch überhebung, Einschüchterung, Schmeichelei oder neidische Herabsetzung fremden Verdienstes zu verschaffen sucht. Dhnh., bei botan. Namen Abkürzung für Ehr-Han 8 (Friedr.), Botaniker, geb. 1742 zu Holderank im Kanton Bern, war erst Apotheker, studierte als Apothekergehilfe in Stockholm unter Bergius und in Upsala unter Linne und starb 1795 als kurfürstl. Botaniker am Garten zu Herrenhausen bei Hannover. Seine Herbarien veröffentlichte er in Form von Dekaden (Plantae cryptogamicae 34 Dece.; Calamariae, Gramina et Tripetaloideae 14 Decc. etc.o); außerdem schrieb er 4Beiträge zur Naturkunde » (7 Bde., 1787—92).