FeedSufncit (lat.)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Sufncit (lat.), es genügt, reicht hin. Suffsanoe (frz.), Selbstgenügsamkeit, Selbstgefälligkeit, Dünkel. Suffix (lat. sutfixum, d. h. angefügt) heißt in der Grammatik ein Lautkomplex, der an sich keine selbständige Bedeutung hat, sondern einer Wurzel (s. d. oder einem Stamme (s. d.W am Ende angefügt, entweder diesem eine modifizierte Bedeutung gibt oder dem so entstandenen Worte ein bestimmtes Verhältnis im Satze mitteilt; in ersterm Falle heißen die S. stammbildende (wortbildende), in letzterm Flexionssufsixe. Die erstern heißen Primärsuffixe, wenn sie unmittelbar aus der Wurzel, Sekundärsuffixe, wenn sie aus einem selbst schon abgeleiteten Stamme einen neuen Stamm bilden. Die Flexionssuffixe zerfallen in Deklinations-oder Casussuffie und Konjugationssuffixe oder Personalendungen; z. B. im lat. lectoris (des Lesers) ist leg (ego, ich lese) die Wurzel, tor das stammbildende S., der die Bedeutung der handelnden Person gibt‚ „Leserv,-is der Casussuffix des Genitivs; in legebat (er las) ist legeba- der Stamm des Imperfektums,-t die Endung der dritten Person.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 356Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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