Juvencus(Cajus Vettius Aquilinus), lat.christl. Dichter, war Presbyter in Spanien und starb 331. Nächst einer poetischen Umschreibung der Genesis in Hexametern lieferte er in demselben Versmaße eine Geschichte Jesu: Historia evangelicas, meist nach Matthäus. Die beste Ausgabe seiner Werke besorgte Gebser (2 Bde., Jena 1827). Andere dem J. zugeschriebene Dichtungen, die ihren Stoff ebenfalls der heiligen Geschichte entlehnen, wurden im „Spicilegium Solesmenser (Bd. 1, Par. 1852) herausgegeben. Vgl. Korn, Die Handschriften der Historia evangelica des J. in Danzig, Rom und Wolfenbüttelo (Bresl. 1870). Fubende (lat.), jugendlich. uventas, die röm. Göttin der (männlichen) Jugend, hatte im Tempel des Jupiter, der Juno und Minerva auf dem Kapitol eine Kapelle, welche ihr nach der Legende eingeräumt wurde, weil damals, als jener Tempel errichtet wurde, die angestellten Auspizien (s. d.) ergaben, daß sie gleich dem Grenzgotte Terminus vor Jupiter nicht weichen wollte. Bei dem in Rom feierlich begangenen übertritt aus dem Knabenalter in das des jungen Mannes (juvenis) war es Sitte, der J. zu opfern und eine Münze in den Kasten der Göttin auf dem Kapitol u legen. Seit 193 v. Chr. hatte R einen eigenen Tempel am Palatin beim Cirkus Maximus.