Sulu-Inseln, eine Reihe kleiner gebirgiger, aber fruchtbarer, im Ostindischen Archipel zwischen der Nordostspitze von Borneo und der Südwestspitze von Mindanao gelegenen Inseln. Dieselben sind noch wenig erforscht und von mohammedanischen, unter Sultanen, deren Herrschaft nur eine nominelle ist, stehenden Malaien bewohnt, die lange Zeit als ebenso kühne und unternehmende wie grausame Seeräuber berüchtigt waren. Der franz. Admiral Cecille zerstörte 1845 die Hauptstadt Maluzu auf der nördl. Insel Basilan, die Spanier besetzten 1848 die ganze Insel und vernichteten 1851 die Befestigungen auf der Insel Sulu und nahmen von dem Archipel Besitz. Das Recht dieses Besitzes wurde an Spanien auch bei Kontrakt mit Deutschland und England 1885 zuerkannt. Der Radscha von Seräwak auf Borneo, Sir James Brooke (s. d.), fügte den Seeräubern 1862 eine schwere Züchtigung zu, und auch die niederländ. Regierung ließ fortwährend Kriegsdampfschiffe gegen diese Räuberflotten kreuzen. Endlich 1876 besetzten die Spanier die Insel Sulu militärisch und verleibten sie ihrer Kolonie der Philippinen ein. Seitdem ist die Piraterie der Sulu-H Insulaner fast ganz unterdrückt worden. Der Sultan von Sulu oder Soog war bisher der angesehenste unter den Fürsten dieses kleinen Archipels. Die Gesamtbevölkerung des Archipels wird auf 75000 C./ die Größe desselben auf 2456 qkm geschätzt. Jetzt bildet das Einsammeln der eßbaren Vogelnester und die Perlenfischerei die ergiebigste Erwerbsquelle für die Sulu-Insulaner. Der Handel mit den S. ist unbedeutend und fast ganz in den Händen der Chinesen, meist aus Manila. Die Stadt Sulu ging 1876 in Flammen auf, worauf die neue span. Stadt Sulu oder Jolo von Genieoffizieren aufgeführt und durch Sträflinge befestigt wurde. Vgl. Koner, Der Sulu-Archipelo, in der (Zeitschrift der Gesellschaft für Erdkunder (Berl. 1867). württemb. Schwarzwaldkreise, im tief eingeschnittenen und engen Thale des Neckars, Station der Linie Plochingen-Rottweil-Villingen (Obere Neckarbahn) der Württembergischen Staatsbahnen, Sitz eines Oberamts, eines Amtsgerichts und eines Hauptsteueramts, zählt (1885) 1895 meist evang. C. und hat eine got. Pfarrkirche, Gerbereien eine Saline, welche ihre Sole von Bergfelden erhält, ein Solbad, Rindvieh⸗, Schaf⸗ und Wollmärkte. Nahebei liegt die königl. Hofdomäne Geroldseck mit der Burgruine Albeck.