FeedSulzbach
ErdkundeBrockhaus 1882

Sulzbach, eine Stadt in der bayr. Oberpfalz am Rosenbache und an der Linie Nürnber Furth der Bayrischen Staatsbahnen, ehemals die Residenz der Herzöge von S. und Neuburg, jetzt Sitz eines Bezirksamts, eines Amtsgerichts, eines Rentamts und einer Fortbildungsschule, hat (1885) 4670 E., ein Schloß (gegenwärtig Gefangenanstalt), in welchem Hieronymus von Prag gefangen saß, eine neue Wasserleitung, Hopfenbau und sehr bedeutende Eisensteingruben, Hohöfen (Maximilianshütte). Das ehemalige Fürstentum Sulzbach, 1050 akm groß, stand ursprünglich unter eigenen Grafen, nach deren Aussterben im 13. Jahrh. es an Bayern kam. Mit der Oberpfalz ging es an die Pfalz über und wurde nun meist von Pfalz-Neuburg besessen, welches 1410—48 sich Neuburg-S. nannte. Nachdem es an die Zweibrücker Linie übergegangen, wurde es 1614 infolge einer Landesteilung wieder selbständiges Herzogtum. Mit Herzog Karl Theodor kam es 1777 an Pfalz-⸗Zweibrücken und nach dessen Tod 1799 unter Maximilian I. an Bayern. rttemb. (an der Murr), Pfarrdorf im württemb. Neckarkreis, Oberamt Backnang, nahe dem Einfluß der Lauter in die Murr, am Südabhang der Löwensteiner Berge, Station der Linie Waiblingen-Hessenthal (Murrbahn) der Württemberg. Staatsbahnen, hat (1880) 1558 E. und das mittelalterliche Schloß Lautereck (ietzt Bauerhof).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 367Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 7

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Erdkunde 6