FeedSüßwasserschwämme
TierreichBrockhaus 1882

Süßwasserschwämme (Spongillidae) heißen die Arten einer Unterfamilie der Kieselschwämme mit einachsigen Nadeln, die sich an den Aufenthalt im süßen Wasser angepaßt haben. Sie finden sich, wie es scheint, auf der ganzen Erde, pflanzen sich im Frühjahr auf geschlechtlichem Wege fort. Gegen den Herbst zerfällt aber die Schwammmasse in eine große Anzahl von Keimstücken (Gemmulae), die eine nach den Arten sehr verschiedene Hülle besitzen und überwintern, resp. in den Tropen während der trockenen Zeit überdauern, und beim Wiedereintritt günstiger Lebensbedingungen aus der Hülle heraustreten und zu den getrennt geschlechtlichen Geschlechtsschwämmen auswachsen. Oft erscheinen die S. lebhaft grün durch die Gegenwart einzelliger Algen (Zoochlorella), mit welchen sie in mutualistischem Verhältnis stehen. (S. u. Mutualismus.) Üüber S. schrieben besonders Lieberkühn, Carter, Vejdovsky, Götte, Marshall u. a.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 385Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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