Szajnocha (Karl), namhafter poln. Geschichtschreiher, geb. 1818 in Komarno bei Sambor in Galizien, studierte in Lemberg und mußte politischer Umtriebe verdächtig 1835—37 eine schwere Gefängnisstrafe verbüßen. Er wandte sich darauf der Litteratur zu und veröffentlichte einen Roman und mehrere Dramen aus Polens Vorzeit. Die Vorarbeiten zu denselben führten ihn zur Vertiefung in die poln. Geschichte und er verfaßte seine mit Beifall aufgenommenen historischen Schriften „Boleslaw Chrobrys (Lemb. 1848) und Pierwsze odrodzenie d Polskis (ADie erste Wiedergeburt Polenso, Lemb. t 1849), eine scharfsinnige Schilderung der Zeiten Wladyslaw Lokjeteks und Kasimirs III. Diesen folgte sein bedeutendstes, durch glanzvolle Darstellung ausgezeichnetes Werk Jadwiga 1Jagiellos (3 Tle., Lemb. 1855; 2. Aufl., 4 Tle., 1861). Im J. 1853 wurde er Custos an der Ossolinskischen Bibliothek, mußte zwar wegen Verlustes des Augenlichts 1858 diese Stelle aufgeben, war jedoch auch ferner litterarisch thätig. Er starb 10. Jan. 1868 in Lemberg. Noch sind S.s «Szkice historycznen (4 Tle., Lemb. 1854—69), eine Reihe wertvoller historischer Abhandlungen, und Dwa lata dziejow naszych, 1646—485 (2 Tle., Lemb. 1869), worin er die verlaben beschreibt, der Kriege Polens mit den Koaken beschreibt, hervorzuheben. S.s historische Werte erschienen gesammelt „Dzielas (10 Bde., Warsch. 1876) mit seiner Biographie von Kantecki. Szalad oder Zala, Komitat im ungar. Kreise jenseit der Donau, zählt (1880) auf 5121,63 qkm 359 984 C. (ohne Militär), welche der Nationalität nach Magyaren (72,65 Proz.), Deutsche (211 Proz.), Kroaten (19,60 Proz.) und Wenden oder Slowenen (5,34 Proz.); der Konfession nach röm. Katholiken (91,0 Proz.), Evangelische Augsburgischer Konfession (2,02 Proz.), Cvangelische Helvetischer Konfession (3,12 Proz.) und Juden (3,81 Proz.) sind. Verzweigungen der steiermärk. Voralpen geben dem Lande einen zum Teil gebirgigen Charakter; zum andern Teil besteht es aus wellenförmigen Ebenen. Der Abdachung gegen Südosten folgen die Mur,. welche in die die Südgrenze bildende Drau mündet und die Kerka aufnimmt, und die Szala, welche sich in das Südende des Plattensees (s. d.) ergießt, der zur Hälfte zu diesem Komitat gehört. Der Boden ist gut angebaut und sehr fruchtbar an allen Getreidearten, besonders Weizen, an Wein und Tabak. Die Waldungen sind reich an Hoch- und Federwild. Von Bedeutung ist die Zucht von Hornvieh, veredelten Schafen, Pferden und Schweinen, und der Fischfang, besonders im Plattensee. Das Klima zeigt sich mild, die Luft gesund. Der Hauptort des Komitats, der Marktflecen Zala-oder Szalad-Egerszegh, an der Szala und der Ssterreichischen Südbahn (Linie Wiener Neustadt-Kanizsa), zählt 5905 E., hat eine schöne Kirche und hält bedeutende Viehmärkte ab. ten), Gemeinde im Unterweißenburger Komitat in Siebenbürgen mit 2662 magyar. und rumän. C., ist Sitz einer Berghauptmannschaft, eines Bergober⸗, Hütten⸗, Forst⸗ und Markscheide-Amtes und —* Bergbau auf Gold und Silber, Quecksilber und ellurium, Goldwäscherei im Ompoluyflusse.