FeedTatischtscha
GeschichteBrockhaus 1882

Tatischtscha, der auf seine Nachkommen überging. Am bekanntesten ist der Historiker Wafili jNikitisch T., geb. 19. Febr. 1686. Er war unter den jungen Leuten, die 1704 von Peter d. Gr. zu Studien ins Ausland gesandt wurden. Unter der Kaiserin Anna ward er Geheimrat und Generaldirektor der sibir. Bergwerke, endlich 1741—45 Gonverneur von Astrachan. Er starb auf seinem Gute Boldino bei Moskau 15. Juli 1750. Im J. 1719 begann T. seine «Geschichte Rußlands seit den ältesten Zeiteno„ zu schreiben, wovon Bd. 1—3, herausg. von Müller, in Moskau 1769 —74, Bd. L in Petersburg 1784 und Bd. 5, bis zur Zeit Iwans des Schrecklichen reichend, erst in Moskau 1848 erschien. Ferner schrieb er ein Russisches Lexikon der Geschichte, Geographie, Politik und Kulturs (herausg. Petersb. 1793) und gab den Sudebnik (s. d.) Iwans III. mit Bemerkungen heraus (2. Aufl., Mosk. 1786). Vgl. N. Popow, «T. und seine Zeite (russ., Mosk. 1861). Nikolaj Alexejewitsch T., unter Kaiser Paul J. General und Kommandant der Garden, wurde 1801 in den Grafenstand erhoben. Er starb 1824. Von ihm stammen die jetzigen Grafen T. ab.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 492Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 8

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Geschichte 6