FeedTätowieren
Sitten & ModeBrockhaus 1882

Tätowieren lein Wort polynesischen Ursprungs) heißt die Haut des Körpers mit allerlei Figuren verzieren. Letztere werden mit spitzigen Instrumenten in die Haut eingeritzt und dann die wunden Stellen mit Farben eingerieben. Diese Sitte kommt schon im Altertum bei einzelnen Völkern vor; gegenwärtig besteht sie noch bei den Bewohnern der Inseln und mehrern indian. Völkerschaften. Das T. gilt bei letzztern im allgemeinen für einen Schmuck des Körpers. In seinen verschiedenen Formen dient es zur Unterscheidung der Stämme, sowie der Familien und des Ranges, zum Andenken an merkwürdige Ereignisse und zum Zeichen geschlossener Bündnisse. Auch in Europa lassen sich Matrosen, Soldaten u. s. w. zuweilen einen Namenszug u. dgl. in den Arm tätowieren.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 492Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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