Tauber (die), linker Nebenfluß des Mains, entsteht aus dem Taub ersee bei Michelbach im Oberamt Gerabronn des württemb. Jagstkreises, tritt alsbald in das bayr. Mittelfranken, wo der Fluß auf seinem nördl. Laufe Rothenburg (s. d.) berührt, durchschneidet dann, sich gegen Nordwesten wendend, die Nordspitze Württembergs bei Tauberzell und Creglingen und die Südspitze vom bayr. Unterfranken bei Röttingen, oberhalb dessen rechts die Gollach einmündet. Dann geht der Fluß westwärts abermals durch Württemberg über Weikersheim, wo links der Vorbach zufließt, und Mergentheim und zuletzt wieder nordwestwärts durch Baden, wo er Königshofen, Lauda, Tauberbischofsheim berührt und bei Wertheim in den Main mündet. Die T. ist 120 km lang, nicht schiffbar und fließt in einem fruchtbaren Thale, dem sog. Taubergrun de, das bei Werbach sich' zu einer Thalmulde von nur 200 m Breite einengt. Der Taubergrund erzeugt vielen Wein. Die besten Tauberweine produziert in Württemberg Markelsheim, Weikersheim, Laudenbach; in Baden Marbach (vorzüglich Rotwein), Gerlachsheim (feiner Weißwein), Lauda, Tauberbischofsheim und Werbach. Der Tauberwein, ein leichter, angenehmer Tischwein, wird in Mittel⸗ und Norddeutschland viel getrunken. Im Deutschen Kriege von 1866 war an der untern T. und zwischen hr und Würzburg das spezielle Kriegstheater für den Feldzug südlich des Mains. (S. Hundheim, Wer bach, Tauberbischofsheim, Gerchsheim, Helmstadt und Roßbrunn.)