Tausendgüldenkraut (Erythraea Rich.), Pflanzengattung aus der Familie der Gentianeen. Man kennt nur wenige Arten, die besonders in der nördl. gemäßigten Zone vorkommen. Cs sind krautartige Gewächse mit gegenständigen Blättern und rispig oder doldentraubig angeordneten Blüten, die aus einem kurzen, fünfspaltigen Kelch, einer trichterförmigen, fünfteiligen Blumenkrone, fünf Staubgefäßen und einem Griffel mit zweilappiger Narbe bestehen. Die Frucht ist eine zweifächerige, mehrsamige Kapsel, die Staubbeutel drehen sich nach dem Aufspringen schraubenförmig zusammen. Das gemeine Tausendgüldenkraut (E. Centaurium L.), auch Fieberkraut und Erdgalle genannt, hat einen vierkantigen, 1530 em hohen, astlosen Stengel mit länglichen Blättern und endständigen Doldentrauben von rosenroten Blüten. Es wächst truppweise auf Triften und bebuschten Hügeln, blüht im Spätsommer, enthält einen bittern Extraktivstoff und ist, zur Blütezeit gesammelt, als Herba Centaurii minoris offizinell. Auch dient es zur Bereitung bitterer Branntweine.