FeedTawastehus-Län
ErdkundeBrockhaus 1882

Tawastehus-Län zählt (1883) auf 21584 qkm 230438 E. und ist im allgemeinen gebirgig, sehr schön und reich an Binnenseen, aber weniger kultiviert. Nur der südl. Teil bildet eine Ausnahme. schaft im mittlern Finland, welches nördlich und westlich an Osterbotten und Satakunda, östlich an Savolaks, südlich an Nyland grenzt. Der nördl. Teil ist uneben, 131 großen Teile eingenommen von Bergrücken, Mooren, Seen und Sümpfen, und ist weniger zum Ackerbau geeignet. In den großen Wäldern haben Bären und andere Raubtiere ihren Aufenthalt; die Seen und Sümpfe bergen Eis enerz. Der südl. Teil ist offener und gut bebaut. Außer Getreide wird in einigen Gegenden viel Flachs gebaut. Die Viehzucht ist bedeutend. Die Bevölkerung besteht aus Tawasten (Hamalaiset), welche hier mehr als anderwärts ihre Eigentümlichkeiten behalten haben. Sie halten zähe an alten Sitten fest und sind gegen alles Neue mißtrauisch, im Arbeiten sehr ausdauernd. Im Ackerbau und Handwerken stehen sie ihren Nachbarn nach.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 510Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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