Blekinge, eine Landschaft im südl. Schweden an der Ostsee, bildet die südl. Terrasse des Hochlandes von Smäland, ist gebirgig, doch ohne bedeutende Erhebungen, und umschließt schöne und reizende Thallandschaften, namentlich im mittlern Teile auch vorzügliches Ackerland. Auf 3015 qkm (wovon 119 qkm Binnenseen) wohnten (Ende 1880) 137 671 Seelen. Bei dem großen Reichtum an Waldungen, besonders in den nördl. Teilen, bilden die Waldprodukte einen wichtigen Teil des Cxports. Unter den aus Smäland herabstürzenden Flüssen sind die Mörrumsa, Ronnebyä und Lyckebyä die bedeutendsten. Die Bewohner teilen B., unstreitig die 1. Landschaft des südl. Schweden, in drei Teile: 1) Strandbygden, der Küstenstrich mit den vorliegenden Schären, wo besonders Fischerei und Jagd betrieben wird; 2) Mellanbygden, nördlich davon, mit fruchtbaren Ackerfeldern, wo Ackerbau und Vie zucht die Hauptnahrungszweige sind; 3) Skogsbygden im N., wo vorzugsweise ndel und und Waldwirtschaft betrieben wird. Handel und Schiffahrt sind in B. bedeutend. Der Handel wird durch die drei 1874 eröffneten Privateisenbahnen Karlskrona-Wexiö, Karlshamn-Wislanda und Sölvesborg-Christianstad gefördert, durch welche B. mit dem Netze der Staatsbahnen in Verbindung gebracht wurde. Unter 130 Fabriken, die 1875 vorhanner waren befinden sich allein 54 Branntweinrennereien. Die Baumwollspinnerei zu Strömma 6W vi zu den größten Schwedens. Die Landschaft B. bildet in administrativer Beziehung das Län Karlskrona. Hauptstadt ist Karlskrona (s. d.).