FeedTechnik (grch.)
TechnikBrockhaus 1882

Technik (grch.), eigentlich soviel wie Kunst, nämlich Kunstmäßigkeit, die Gesamtheit der Handgriffe irgend einer künstlerischen Thätigkeit, also die regelrechte Behandlung des Materials. Ein wirkliches Kunstwerk setzt eine schöne Idee voraus, welche durch die vollendete T. zur Erscheinung gebracht wird; selten findet sich beides in gleicher Vollkommenheit vereinigt. Durch die enge Verbindung, in welcher im Altertum und noch im Mittelalter Künste und Gewerbe standen, hat man dieses Wort auf das Gebiet der letztern und zwar besonders derjenigen übertragen, bei welchen zwischen der Erfindung neuer Muster oder Formen und der Ausführung derselben zu unterscheiden ist. Technik ist hiernach überhaupt der Inbegriff der gewerblichen Institutionen, der in denselben erlangten Fertigkeiten und angewendeten Hilfsmittel. Techniker heißt derjenige, welcher die betreffenden Kunstregeln kennt und ausübt, speziell der in Anlage und Betrieb gewerblicher Anstalten Kundige und Geübte (ogl. Technologie), im engsten Sinn derjenige, welcher im Maschinenbau- und Ingenieurwesen bewandert und leitend beschäftigt ist. Technisch heißt alles auf den äußerlichen, materiellen Teil der Künste oder Gewerbe Bezügliche und wird daher öfters mit atechnologische (s. unter Techno-⸗ logie) verwechselt. Technische Ausdrücke oder Kunstausdrücke (lat. termini technici) sind solche, die einer Kunst oder einem Gewerbe zur Bezeichnung der erforderlichen Geräte, Manipulationen u. s. w. eigen sind, doch nennt man so auch die in wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Fächern, z. B. bei Medizinern, Juristen, Verwaltungsbeamten, gebräuchlichen Ausdrücke.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 514Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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