Telelög, ein 1877 von Fein in Stuttgart nach den Angaben des bad. Artillerielieutenants Ackermann ausgeführter Telegraph, zur Verständigung zwischen einer namentlich auf größere Entfernung schießenden Geschützbatterie und dem Posten, der die Schüsse beobachtet und dann der Batterie die nötigen Winke zum Einschießen, d. h. zu einer wirksamen Beschießung des Ziels gibt. Der Empfänger ist eine auf Ruhestrom (. Telegraphie) geschaltete gewöhnliche elektrische Klingel (s. d.); zur Unterbrechung des Ruhestroms ist an der Vorderseite des die Klingel enthaltenden Kästchens ein Knopf angebracht, welcher niedergedrückt wird und dabei einen federnden Kontakt unterbricht, so oft man einen Schlag gegen die Glocke geben will. Die aus Glockenschlägen gruppierten Signale zur Verständigung sind auf dem vom Posten ins Knopfloch einzuhängenden, im Geschützstande an einen kagel zu hängenden Kästchen aufgeschrieben. Für ein Sprechen mit dem T. wurden einfache und dreifache Glockenschläge als Clementarzeichen zu einem Alphabet gruppiert. Die Leitung zwischen den beiden T. wird mittels eines in Längen von je 200 mauf Trommeln aufgewickelten Kabels (sa. d.) hergestellt, aus dessen beiden nebeneinander liegenden Drähten eine Leitungsschleife gebildet wird. Den Strom liefert eine in der feuernden Batterie aufgestellte, galvanische Batterie; die 20 Fächer des Batteriekastens sind mit Bittersalzlösung gefüllt, auf dem Boden jedes Fachs liegt eine mit Kupfervitriol gefüllte Kupferschale und vom Deckel herab reicht in jedes Fach ein hohler Zinkcylinder. elsmach (grch. Telemaächos), der Sohn des Odysseus (J. d. und der Penelope (s. d.), war noch sehr jung, als sein Vater nach Ilios zog, und wuchs in dessen Abwesenheit zum Jüngling heran. In dieser Zeit kam Athena in Gestalt des Taphierkönigs Mentes zu ihm und riet ihm, die Freier sei-k ner Mutter zu entfernen und dann nach Pylos und Sparta zu reisen, um sich dort nach seinem Vater zu erkundigen. Allein die Freier konnte er 1 nicht fortschaffen. Nun trat er seine Reise an, auf der ihn Athena selbst in Gestalt des Mentor beeitete, und erhielt in Sparta von Menelaos die rke Mitteilung der Weissagung des Proteus über seipt-nes Vaters Rückkehr. Hierauf kehrte er nach Hause der zurück und traf bei dem Sauhirten Eumäos seinen ten von Athene in einen Bettler verwandelten Vater. inf Dieser entdeckte sich ihm und beide beratschlagten nun über die Strafe der Freier. An seines Vaters eb. Seite kämpfte er gegen sie und begleitete ihn dann in zu dem hochbejahrten Laértes. So weit geht die heOdyssee. Seine übrigen Schicksale werden auf enmannigfache Weise erzählt. Ihm soll Polykaste, m die Tochter des Nestor, oder Nausikaa, die Toche-ter des Alkinoos, den Perseptolis geboren haben. r-Nach andern vermählte er sich mit der Circe, 5die ihm den Latinos gebar. (S. Telegonos.) ir Die Geschichte des T. ist der Inhalt des ben rühmten Romans von Fenelon (s. d.): Les avenit Telemarken, norweg. Provinz, besteht aus 3. mehrern Thälern, die vom Langfjeld und Hardanger9widda allmählich gen Südost ablaufen und vom . Skiens⸗, Nid und Mau-elf, Norsö u. a. durche zogen werden. T. zählt zum Bratsbergs-Amt und grenzt nördlich an Numedalen, südlich an Seœtersdalen und westlich an Hardanger. Der großen Naturschönheiten wegen wird T. häufig hvon Touristen besucht (Gaustafjeld, 1884 m, der Höhepunkt Südnorwegens, Rjukan u. a.). / Teleologie (von dem griech.Worte re/og, Zweck) ist ein philos. Kunstausdruck und bezeichnet diejenige Betrachtungsweise der Welt oder einzelner Dinge, welche die Zweckmäßigkeit derselben zum Prinzip ihrer Erklärung und Beurteilung macht. Eine teleologische Weltanschauung ist daher im Gegensatz zu der mechanisch⸗-causalen diejenige, welche das Wesen er Dinge in den von ihnen zu realisierenden Zwecken sucht und namentlich den Zusammenhang des Geschehens in der Welt auf die Erfüllung der sich darin manifestierenden Zwecke zurückführt. Daraus geht hervor, daß die Bedeutung der T. jedesmal von der Art der Zwecke abhängig ist, die man in den Betrachtungen der Dinge voraussetzt. In dieser Hinsicht lassen sich drei Grundformen der . unterscheiden: eine sittlich-religiöse T., welche den gesamten Weltverlauf unter dem Gesichtspunkte betrachtet, daß sich darin eine göttliche Absicht oder eine sittliche Aufgabe erfulle; eine theoretisch-immanente T., welche das Universum und jeden einzelnen Teil desselben als ein in sich zweckmäßiges, seine innere Anlage vollkommen entwickelndes Gebilde ansieht; endlich eine anthropologische T., welche die Nützlichkeit der Natureinrichtungen für die Bedürfnisse des Menschen hervorhebt: drei ormen, deren Typus sich schon in drei großen ystemen der antiken Philosophie, im Platonismus, Aristotelismus, Stoizismus aufweist. Während der langen Zeit, in der das philos. Denken unter der Herrschaft des religiösen Bedürfnisses stand, wurde von den verschiedensten Seiten her namentlich diejenige Form der T. ausgebaut, welche die Beobachtung der Zweckmäßigkeit der Dinge zum Beweise für den Ursprung derselben aus der göttlichen Weltschöpfung benutzt, zu dem (seit Beginn des 18. Jahrh.) sog. physikotheol. Beweis für das Dasein Gottes. Außerdem brachte es der Einsluß des Aristoteles mit sich, daß auch die immanente T., letztere besonders in Verbindung mit pantheistischen Vorstellungen ausgebildet wurde. Dem gegenüber trat nun im Beginn der neuern Zeit überall die Naturwissenschaft vermöge ihrer Abhängigkeit von der Mechanik mit dem Bestreben hervor, das gesetzmäßige Geschehen lediglich auf causale Notwendigkeit zurückzuführen, und in dem selben Geiste bekämpften die beiden Begründer der wissenschaftlichen modernen Philosophie, Bacon und Descartes, gleichmäßig jede teleologische Naturauffassung. Der Widerspruch, in welchen man dadurch zu mancherlei religiösen überzeugungen trat, hat die Wissenschaft des 17. und des 18. Jahrh. sehr lebhaft bewegt, seine Lösung aber wesentlich darin gefunden, daß Newton und Leibniz zwar mit verschiedener metaphysischer Wendung, aber wesentlich doch in demselben Geiste die von dem Deismus freudig ergriffene Lehre aufstellten, der in dem Ablaufe des Geschehens unbedingt geltende Causalmechanismus beweise eben durch seine zweckmäßigen Wirkungen seine Herkunft aus einer höchsten Intelligenz. Später hat die Wolffsche Schule in Deutschland die anthropologische T. mit einer teilweise so lächerlichen Kleinlichkeit durchgeführt, daß sie dadurch die gesamte T. in Mißkredit brachte. Im Gegensatze dazu gab Kant dem Problem der — einen gewissen Abschluß, indem er in seiner Kritik der Urteilskrafto (1790) ausführte, die T. dürfe niemals ein Prinzip der Erklärung, aber wohl ein Prinzip der Betrachtung der Naturerscheinungen sein, sie sei ungerechtfertigt, insofern man aus dem Zweck eines Dinges die Entstehung desselben begreifen wolle, welche vielmehr lediglich durch mechan. Causalität zu erklären sei; sie sei dagegen nicht nur gerechtfertigt, sondern notwendig als ein heuristisches Prinzip, als ein Gesichtspunkt der Auffassung, vermöge dessen man auf den Zusammenhang der Dinge, solange man ihn noch nicht zu erklären vermag, die Aufmerksamkeit der Forschun richtet. Das hat freilich nicht hindern können, da gleich nach Kant die Metaphysik wieder teils die moralische T. in Fichte, teils die immanente T. in Schelling und Hegel durchzuführen versuchte. In neuester Zeit endlich ist die Frage der T. zu erneutem Interesse durch den Darwinismus gekommen, insofern derselbe nachzuweisen sucht, daß die causale Notwendigkeit des Kampfes ums Dasein nur die zweckmäßigen Gebilde des organischen Lebens bestehen und sich fortpflanzen läßt, sodaß auch hier die Zweckmäßigkeit als ein Produkt des causalen Mechanismus erscheint.