Elektrisches Läutewerk, ein durch Elektricität uszulösendes Laufwerk, welches in der Regel urch Schläge auf eine verhältnismäßig große locke Signale gibt, welche auf größere Entferung hörbar sind. (S. Clektrische Klingeln.) en ausgedehntesten Gebrauch von solchen Läuteerken machen die Eisenbahnen; doch sind dieselben anderwärts zum Alarmieren zu gebrauchen, „für Feuerwehrzwecke. Ihre wesentliche Einchtung läßt sich mit Hilse der Fig. 6—8 auf Tafel: lektrische Klingeln L. erklären, welche die ötigsten Teile eines Läutewerks in einfachster Ausch vorstehenden Stahlschneide (dem Prisma) e uf der Nase p des um die Achse X drehbaren nkerhebels h, den die Abreißfeder f für gewöhnch an die Stellschraube si legt. Wird durch den lektromagnet M ein elektrischer Strom gesendet, „zieht derselbe seinen Anker A an und h legt sich n sz, wobei e von p abrutscht und U niederfällt, daß der auf der Achse u des Windflügels W tzende Arm c von der Nase u an U freigelassen Elettrische Lichlerscheinungen wird, das Triebwerk nunmehr durch das schwere Gewicht 6, dessen Schnur um die Trommel T gelegt ist, in Gang kommt und läuft, bis das Rad R eine halbe Umdrehung gemacht hat; dann wirkt nämlich der Daumen d an der auf die Achse a des Rades R aufgekeilten Scheibe 8 mittels des Ansatzes m auf U und hebt U so hoch, daß sic e wieder auf die Nase p des zufolge der inzwischen eingetretenen Stromunterbrechung wieder an su zurückgegangenen Ankerhebels hauflegen und demnach c sich an n fangen kann, das Laufwerk also wieder angehalten wird. Durch geringe Abänderung der Anordnung kann man erreichen, daß die Auslösung bei Unterbrechung eines Mbeständig durchströmenden elektrischen Stroms bewirkt wird, was mehrere Vorzüge gegenüber der Auslösung durch Stromgebung besitzt. Das Aufziehen des Gewichts G ermöglicht ein an der Trommel J befindliches Sperrrad s (s. Fig. 7) in Gemeinschaft mit dem Sperrkegel K. Aus dem Rade R oder einem andern Rade des Triebwerks stehen ferner eine Anzahl laule des oder Daumener vor, welche beim Umaufe des Rades Rauf das Ende e des um die Achse d drehbaren Schlaghebels be wirken, dabei dessen Ende b senken und mittels des an befestigten Zugdrahts 2 den Hammer einer heben, sodaß dieser auf die Glocke schlägt, sobald c von r abschnappt. In Fig. 8 sind zwei Zugdrähte 21 und ½, zwei Hämmer Ki und K. und zwei verschiedene große Glocken 61 und 6, vorhanden, weil das Läutewerk nicht einfache Schläge, sondern Doppelschläge geben soll; dazu würden in Fig. 7 auch zwei Schlaghebel be anzubringen sein, deren nach rechts liegende Arme d perschieden lang gemacht werden, damit der eine später von r abschnappt als der andere. Nach Fig. 6 und 7 würde das Läutewerk nach jeder Auslösung einen sog. Puls von sechs Schlägen ertönen lassen; um einzelne Schläge zu erhalten, müßte man die Wiedereinlösung bereits herbeiführen, wenn ein Hebnagel rantc vorübergegangen ist. Die Glocken werden teils auf Hausdächern, teils auf Konsolen, teils auf besondern Läutesäulen oder Läutebuden angebracht, in denen dann das Läutewerk untergebracht wird. Häufig sind die Läutewerke der Eisenbahnen noch mit besondern Vorrichtungen ausgerüstet, mittels welcher Hilfssignale gegeben werden können, wenn sich Unfälle auf der Bahn ereignen.