Telmessos, im Altertum Stadt an der Nordwestküste von Lykien in einer sichern geräumigen Hafenbucht, einem Teile des nach der Stadt auch Glaucus sinus benannten Meerbusens. T. war früh berühmt durch seine Weissager: im 5. Jahrh. v. Chr. gehörte es als selbständige Stadt zum attischen Seebunde, wurde im 4. Jahrh. lykisch, kam auf kurze Zeit ans Pergamenische Reich, nach dessen Ende an Lykien und mit demselben im J. 44 n. Chr. an Rom. Unter den zahlreichen Resten des Altertums ragen Grabmäler hervor, die in den Felsen gehauen sind und Tempelfronten nachahmen. Jetzt liegt auf der Stelle die Stadt Makri mit 400 Häusern, deren Name wie der des Golfs von dem antiken Namen der vorgelagerten kleinen Insel Makris entlehnt ist. Vgl. Benndorf und Niemann, „Reisen in Lykien und Kariend (Wien 1884).