Tempelverein, s. Tempelgesellschaft. hindurch angewendete Art der Malerei, bei welcher die Farben mit verdünntem Eigelb und Leim von ekochten Pergamentschnitzeln, in Italien aber mit Feigenmilch vermischt waren. Der Glanz, den einige ältere a tempera gemalte Bilder zeigen, rührt wahrscheinlich von einem Wachs her, das, in ätherischem Ol aufgelöst, als eine Art Firnis angewandt wurde. Noch die altkölnische Schule hat mit diesen Mitteln ein schönes, glühendes Kolorit entwickelt. Erst die von van Eyck (s. d.) wesentlich verbesserte und zu vollendeter Technik erhobene Olmalerei verdrängte die T. um⸗ die Mitte des 15. Jahrh. allmählich aus allen deutschen Malerschulen. In Italien hielt sich die T. etwas länger und wurde namentlich in Toscana teilweise mit Abindemitteln vermischt angewendet, bis auch hier die Olmalerei, die in ihrer fertigen Form aus den Niederlanden zuerst nach Venedig gelangte, allgemeinere Anwendung fand und seit 1500 für Staffeleibilder beinahe ausschließlich üblich wurde.