Thetis, eine Tochter des Nereus und der Doris, die mächtigste der Nereiden, wurde gegen ihren Willen mit einem Sterblichen, dem Peleus, von den Göttern vermählt. Sie scheuten nämlich eine Verbindung mit ihr, weil Themis oder Prometheus verkündet hatte, ihr Sohn würde größer als sein Vater werden. T. widerstrebte dem sterblichen Manne und verwandelte sich in Schlangen und wilde Tiere, ward aber von Peleus, der von Chiron (. d.) beraten war, bezwungen. Bei der Hochzeit, die auf dem Pelion gefeiert wurde, waren alle Götter zugegen. Ihr Sohn war Achilles. Schon alten Sagen nach wollte sie diesen unsterblich machen, wobei sie aber von ihrem Gemahl gestört wurde. Erzürnt darüber verließ sie den Peleus und kehrte zu ihren Schwestern in das Meer zurück. Doch nahm sie von dort aus noch an dem Geschick ihres Sohnes Anteil. Sie ist nicht mit der Göttin Tethys (s. d.) zu verwechseln. — Thetis heißt auch der 17. Asteroid. (S. Planeten.)