FeedThrombose (grch.)
HeilkundeBrockhaus 1882

Thrombose (grch.), die Gerinnung des Blutes innerhalb der lebenden Blutgefäße und die hierdurch hervorgerufene Verstopfung der letztern, entsteht entweder nach Verletzungen, Zerreißungen und Quetschungen der Gefäße (traumatische Thrombose), oder durch Druck von Geschwülsten und Narben auf die Gefäßwände (Kompressionsthrombose), oder infolge von chronischen Entzündungen, Verfettungen und Verkalkungen der Blutgefäße, bisweilen auch als Folge geschwächter und verminderter Herzthätigkeit (marantische Thrombose). Die Folgen und Symptome der T. sind je nach der Wichtigkeit des befallenen Gefäßes verschieden: bei Verschluß der Arterien erfolgt meist Blutarmut, unter Umständen selbst Brand (s. d.) des betreffenden Körperteils, bei Verstopfung größerer Venen dagegen Blutstauung und Wassersucht; doch können diese Symptome nach Wochen und Monaten wieder verschwinden, wenn das gebildete Blutgerinsel (Thrombus, Blutpfropf) wieder resorbiert oder ein ausreichender Kollateralkreislauf gebildet wird. (S. unter Kreislauf des Blutes.) Die T. ist das wichtigste MRoment bei der spontanen wie künstlichen Blutstillung, insofern bei durchschnittenen Arterien nur nach der Bildung eines hinreichenden Blutpfropfes ein Aufören der Blutung erfolgt. Bisweilen werden Teile eines Thrombus vom Blutstrom abgerissen und nach andern Körperteilen verschleppt, wo sie mehr oder minder schwere Störungen hervorrufen. (S. unter Embolie.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 660Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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