Tirana, Stadt in Mittelalbanien, im türk. Cjalet Skutari, liegt in einer von Bergen umschlossenen Ebene, 120 müber dem Meeresspiegel, hat 22000 C., worunter 1400 Griechen, 300 Katholiken, 300 Zigeuner und 20000 Mohammedaner, seit 1856 eine kath. Kirche und viele, meist bunt bemalte Moscheen. Nach der Sage soll T. erst 1600 gegründet worden sein; doch kommt sein Name schon in der Geschichte Skanderbegs vor. Tiräno, Stadt in der ital. Provinz und im Bezirt Sondrio, an der Adda, da wo das Puschlaver Thal (Poschiavo) in das Veltlin (Val Tellina) einmündet, 460 müber dem Meere, zählt (1881) 3399 (Gemeinde 6199) C., hat meist aus dem 16. Jahrh. stammende Paläste der Visconti, Pallavicini, Salis, Torelli, in der Kirche San-Martino ein schönes Grabdenkmal der Gräfin von Salis-Wolkenstein, war früher ein Hauptsitz des veltliner Handels und ist es jetzt noch für Seide und Wein. — Nahebei nordwestlich liegt Madonna di Tirano, ein kleiner Ort, dessen Häuser die im 17. Jahrh. aus Marmor erbaute Wallfahrtskirche umgeben; hier findet zu Pfingsten und Ende Oktober ein interessanter dreitägiger Markt statt. Etwa 1,5 Em nordwärts streicht die schweizer Grenze, ebenso weit thalabwärts liegt die Terrasse von Sta.⸗Perpetua mit schöner Aussicht.