FeedTitlis
ErdkundeBrockhaus 1882

Titlis, Berg der Unterwaldener Alpen, aus Kalkstein der mittlern Juraformation bestehend, erhebt sich südlich vom Engelbergthale auf der Grenze der schweiz. Kantone Bern und Unterwalden zu 3239 m Höhe über dem Meere. Nach Osten und Süden fällt er steil mit kahlen G ab wänden ab, dagegen gestattet der allmählich sich abdachende, vergletscherte Nordwestabhang leichten Anstieg. Der höchste Gipfel, eine abgerundete Firnkuppe, der Nollen genannt, gewährt eine prächtige Rundsicht auf die Waldstätter, Berner, Glarner und Rhätischen Alpen, die schweiz. Hochebene bis zum Jura und Süddeutschland bis zum Schwarzwald und der Rauhen Alp. Zum ersten mal 1739 von einem Bruder des Klosters Engelberg, dann 1784 von dem Klosterarzt Dr. Feierabend ausgeführt, gilt gegenwärtig die Besteigung des T. als eine der leichtesten und lohnendsten in den Hochalpen. Von Engelberg aus über die Obere Trübenseealp (1777 m), wo ein kleines Wirtshaus Unterkunft bietet, erfordert der Anstieg 7—8, von der Engstlenalp (1839 m) im bernischen Genthal über den Jochpaß 5—6 Stunden. Schwieriger ist die Besteigung von Gadmen aus. wie H. Zeller, Gebirgsaussicht, gezeichnet vom Gipfel des T.v (Zür. 1832), und Imfeld, «Titlis-Pano⸗

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 719Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 7

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Erdkunde 6