FeedTödi
ErdkundeBrockhaus 1882

Tödi, der höchste Gebirgsstock der Glarner Alpen und der ganzen nordöstl. Schweiz, erhebt sich als massiger, eisgekrönter Felsstock zwischen dem Sand⸗ und dem Bifertenfirn auf der Grenze der Kantone Glarus und Graubünden. Seine schöne, gegen Nordosten sich sanft abdachende Firnkuppe bildet drei Gipfel: der höchste Punkt ist der Piz Rusein (3623 m) auf der Wasserscheide zwischen der Linth und dem zum Vorderrhein fließenden Ruseinbach; östlich von ihm erhebt sich der Schneegipfel des glarner T. (360m) und am nördl. Ende des Gipfelplateau stürzt der Sandgipfel 3434 m mit steilen Kalkwänden zur Sandalp ab. Überall in der nördl. Schweiz tritt der T. mit seinen Felsmauern und seiner flachen Firndecke dominierend hervor. Lange galt er für unersteigbar, bis es 1. Sept. 1824 zwei bündener Gemsjägern gelang, den Piz Rusein von Süden her zu ersteigen. Die erste Besteigung von der glarner Seite wurde 10. Aug. 1837 von drei glarner Jägern ausgeführt und 19. Aug. 1837 von F. von Dürler wiederholt. Seither ist der T. auf verschiedenen Wegen häufig erstiegen worden, besonders seitdem durch die Herstellung einer Klubhütte am Grünhorn (2451 m) die Besteigung erleichtert worden. Vgl. Studer, «über Eis und Schneer (Bern 1869—83).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 731Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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